Auf Facebook und Instagram stolpere ich immer wieder über Profile in denen eine Firma ihre tollen Produkte zeigt. Ich nehme hier jetzt einfach mal Tassen als Beispiel. Da gibt es einen Post mit einer Blümchentasse, am nächsten Tag wird eine Punktetasse gezeigt und am übernächsten Tag eine mit Smilies drauf. So füllt sich der Social-Media-Account mit tollen Bildern von Tassen und der Firmeninhaber ist mit Sicherheit stolz auf diese Tassen und die Qualität der Verarbeitung und das Design und und und. Nur, für den Besucher ist es eine Ansammlung von Tassen. Tassen, die ich woanders auch kaufen kann. Warum soll ich so einem Tassenaccount folgen, wenn ich nicht gerade einen Tassenfetisch habe?

Lieber Tassenhändler / liebes Möbelhaus / lieber Papierhändler / lieber SuchEsDirAusWasDuBist, wenn dein Account aussieht, wie ein Produktkatalog, dann brauchst du dich nicht wundern, wenn du nicht mehr Follower hast, als Mitarbeiter, ein paar Freunde und die Mitbewerber. Social Media ist kein Produktkatalog! Dann würde es Sales-Media heißen. Tut es aber nicht. Es heißt Social-Media von „sozial“.

In Wikipedia steht es, erster Satz:
Social Media (auch soziale Medien) sind digitale Medien und Methoden (vgl. Social Software), die es Nutzern ermöglichen, sich im Internet zu vernetzen, sich also untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in einer definierten Gemeinschaft oder offen in der Gesellschaft zu erstellen und weiterzugeben.

Es geht also um die Gemeinschaft und den Austausch unter Menschen. Um nichts anderes. Deine Tassen sind einfach nur schönes Beiwerk. Denn Tassen bekomme ich überall und dein Mitbewerber ist im Internet nur einen Klick weit weg, egal, wo auf der Welt er seinen Sitz hat. Im Internet ist er nur einen Klick weit weg und er hat wahrscheinlich auch die gleichen Tassen, wie du, aber X% günstiger. Und da der Kunde die Menschen hinter den Tassen nicht kennt, er keinerlei Beziehung zu dir hat, ist es ihm auch schnurz piep egal, wo er seine Tassen kauft.

SocialMediaFotograf | © Andreas Bender
Arzt für Allgemein- und Sportmedizin – spielt in seiner Freizeit in einer Band | SocialMediaFotograf | © Andreas Bender

Wie bekommst du also die Menschen dazu, dass sie ihre Tassen bei Dir kaufen?

Du hast doch sicher schon mal eine Fernsehserie geschaut. Bonanza oder StarTrek oder die Lindenstraße oder How I Met Your Mother.  Hast Du da gleichgültig vor dem Fernseher gesessen und gewartet bis es um ist? Ich denke nicht. Ich denke, du hast zu den Menschen in der Serie eine Beziehung aufgebaut. Hast mit Hoss und Little Joe mitgefiebert. Hast gefreut, endlich Seven Of Nine wieder zu sehen und mit Picard mitgefiebert, als er von den Borgs assimiliert wurde.

Ich hatte damals auf Netflix alle How I Met Your Mother-Folgen im original geschaut, um mein Englisch aufzubessern. – Ok, über die Verwendbarkeit des erlernten Sprachschatz kann man sich streiten. – Als die neun Staffeln durch waren, fand ich das echt blöd und habe nach anderen Filmen mit den Darstellern gesucht. Aber es waren halt nicht die Figuren aus How I Met Your Mother. Mir hat was gefehlt.

SocialMediaFotograf | © Andreas Bender
SocialMediaFotograf | © Andreas Bender

Wie du Instagram und Facebook richtig nutzt

Und Social Media funktioniert im Grunde nicht anders. Es geht um den  Beziehungsaufbau zu deinen Kunden. Es geht darum, dass du deinen Kunden zeigst, wer hinter den Tassen steckt. Welche freundlichen und sympathischen Menschen in der Tassenfirma arbeiten. Um die geht es. Die Tassen kann ich überall haben, die Menschen nicht. Oder warum gehst du seit Jahren zum selben Zahnarzt? Oder Frisör? Weil du zu ihm eine persönliche Beziehung aufgebaut hast. Er ist dir vertraut. Du kennst inzwischen seine Kinder und weißt, dass er wie du auf Die Ärzte steht und Audi fährt.

Wenn du dich also als Mensch in den sozialen Medien zeigst, finden deine Kunden Gemeinsamkeiten und bauen eine Bindung zu dir auf und am Ende kaufen sie nicht nur eine Streifentasse in irgendeinem Laden, sondern gehen zu dir, weil du ein sympathischer Mensch bist und wie der Kunde selbst auch keinen Rosenkohl magst.

Also… zeige dich und deine Mitarbeiter persönlich, menschlich, nahbar und vor allem authentisch in den sozialen Medien und dabei kannst du auch gerne deine neueste Kaffeetasse in der Hand halten. Und dann stört es auch keinen, wenn die nächsten zwei Posts einfach tolle Produktfotos sind.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Und wenn du Einstiegshilfe oder Beratung zum Thema brauchst oder dir gutes Bildmaterial fehlt, schreibe mir einfach oder rufe an.

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