Nach 15 Jahren Linux-Abstinenz: Mein eigener Streaming-Server für zu Hause

Andreas am Mac | Fotograf Claudia Bender

Was macht man nicht alles, wenn einem langweilig ist zwischen den Jahren, also ich zumindest. Mal eben unter Linux einen Streaming-Server für DLNA/UPnP-fähige Geräte wie Smart-TVs, Spielekonsolen oder Smartphones aufgesetzt. Es hat mir riesig Spaß gemacht. Ich habe meine Liebe zu Linux wiedergefunden. 😃

Was ist ein Streaming-Server?

Er stellt Videos und Musik in einem Netzwerk bereit und zwar so, dass nicht erst die gesamte Datei heruntergeladen werden muß, sondern direkt mit der Wiedergabe gestartet werden kann. Quasi mein eigenes Netflix oder Amazon Prime für zu Hause.

Warum mache ich sowas?

Bisher hatte ich unser TV-Gerät immer per USB-Stick mit Filmen versorgt, die ich vorher entweder von eigenen DVDs gerippt oder über den Online-Videorekorder youtv.de aufgenommen habe. Allerdings ging es mir mit der Zeit auf den Keks, jedes Mal den Stick abzuziehen und an meinen Mac stecken, um neue Filme drauf zu kopieren.

Ein alter Mini-PC, eine Idee und 15 Jahre Linux-Pause

Mir fiel ein Mini-PC von 2013 mit Windows 7 in die Finger, für den ich keine Verwendung mehr habe. Ich hatte schon ein paar Mal überlegt, Linux darauf zu installieren. Meine berufliche Linux-Zeit ist schon über 15 Jahre um. Weil ich gerade den USB-Stick vom Fernseher wieder in der Tasche hatte, war auch klar, was ich mit den kleinen Linux-Rechner mache… was sind schon 15 Jahre… mal schauen, ob ich damit meine Videos streamen kann.

Linux installieren, staunen, weitermachen

Also Debian (eine Linux-Distribution) heruntergeladen und mit balenaEtcher einen bootfähigen USB-Stick erstellt. Die Installation lief super einfach, im Gegensatz zu den Installationen bei meinen Linuxanfängen im letzten Jahrtausend, wo man sich das nötige Wissen noch aus (Hand-)Büchern holen musste – oder man kannte wen, der’s schon kann 😉

Der Moment, in dem der Fernseher den DLNA-Server findet

Nebenbei habe ich geschaut, welche Software ich für meinen Streaming-Server einsetzen möchte und habe mich kurzerhand für MiniDLNA entschieden.
Für die Konfiguration habe ich ChatGPT gefragt, das passte auch (meistens). Mir unbekannte Befehle habe ich mir sicherheitshalber erstmal erklären lassen, was sich als sehr hilfreich erwies. Als dann alles laufen sollte, habe ich ein paar Videos und MP3s per SFTP rüber kopiert, den Fernseher eingeschaltet und… da war er auch schon zu sehen, mein Media-Server – einen Film ausgewählt, läuft. 😃

Musik- und Video-Streaming überall im Haus, auch auf dem Mac und Smartphone

Ein schöner Nebeneffekt ist, dass ich auch mit dem VLC-Media Player vom Mac oder Handy auf meinen Media-Server zugreifen kann. Als Werner-Reinke-Fan habe ich einige seiner Sendungen, am liebsten die mit Studiogast, als MP3 aufgenommen. Diese sowie Konzert-Videos kann ich also über mein Handy hören und das Display dabei ausgeschaltet lassen.

Also, es hat echt Spaß gemacht, nach all den Jahren mal wieder was mit Linux zu machen und ich war überrascht, wie schnell mein Wissen von damals wieder da ist. Mal schauen, was ich als nächstes damit anstelle.
Was läuft auf deinem Linux-Server zu Hause?

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